PERPETUUM
Stadt ohne Mühsal.

Berlin Premiere 1. August 2019

Eine bahnbrechende Entdeckung lässt die Menschheit eine urbane Utopie wagen. Der Grund: Der vollständige Plan eines Perpetuum mobiles wurde gefunden. Der Erfinder ist Johann Bessler alias Orffyreus – Medicus, Mechanicus und Alchemist des frühen 18. Jahrhunderts. Einmal angestoßen drehte sich sein „ewiges Rad“ einst über viele Wochen lang.

Theater ANU inszeniert eine Stadt ohne Mühsal.
Der Futurist Paul Scheerbart visioniert seine Idee des „Perpehs“ mittels eines verrückten Projektionsapparates. In einem eindrücklichen Experiment können die Besucher den sogenannten „Schmetterlingseffekt“ bewundern. Und vor einem großen Kreuz sinniert „Frau Mehr“ über eine Welt, die Gott nicht mehr braucht.
Längst hat die Wissenschaft das Perpetuum mobile ins Reich des Unmöglichen verbannt. Und dennoch: Leben wir nicht in einem perpetuierlichen Weltenrad, das einmal in Gang gesetzt, sich nicht mehr stoppen lässt und ein „Mehr“ von allem produziert?

Der tiefsinnige und bilderreiche Reigen zeigt sechs poetische Anschauungen aus den Bereichen Religion, Kunst, Wissenschaft, Zukunftsvision und Historie und stellt dabei die Frage nach der Stadt der Zukunft. Wie kann das soziale Wesen Mensch in einer zukünftigen Gemeinschaft leben, wenn alles, was es umgibt nur auf das individuelle Wohl des Einzelnen ausgelegt ist?

PERPETUUM  ist als Stadtinszenierung (indoor und outdoor) oder als Parkinszenierung spielbar. Die Inszenierung entstand als Auftragsinszenierung für die Stadt Bad Karlshafen 2017 in Kooperation mit dem Kultursommer Nordhessen, produziert im Theaterhaus Berlin Mitte.