Yggdrasil
Geschichten aus der Edda

Premiere 31.07.2020

Eine Inszenerung im Rahmen des Festivals
EIN ANDERER SOMMER. Bad Hersfeld – Stadt der Geschichten

„Eine Esche weiß ich, sie heißt Yggdrasil, ein hoher Baum, überschüttet mit glänzendem Nass;
von dort kommt der Tau, der in den Tälern niederfällt, immergrün steht sie über dem Urdbrunnen;
von dort kommen Frauen, vielwissende Nornen aus dem Born, der unterm Baume liegt.“

Die Nordische Sagenwelt ist bild- und sprachgewaltig, ihre Figuren Odin, Thor und Loki sind die Spielmacher in einer Geschichte von der Entstehung der Welt bis zu ihrem Untergang, erzählt aus der Perspektive der Seherinnen, der Nornen, die die Schicksalsfäden in der Hand halten.
Was passiert, wenn sie sie loslassen? Das Gleichgewicht der Götterwelt gestört ist? Die Verbundenheit zur mythischen Welt nicht mehr existiert? Witz, Heldentum und Abenteuer treffen auf Dystopie und Apokalypse.

Theater ANU erschafft für Bad Hersfeld eine Inszenierung mit drei Erzählerinnen und Livemusik, die zum größten Teil auf den Bäumen im Stiftspark gespielt wird.

Regie: Bille Behr | Text: Übersetzungen der EDDA nach Stefan Behr, Neil Gaiman, Felix Genzmer, Wilhelm Jordan, Arnulf Krause, Karl Simrock | Szenografie: Martin Thoms | Skulpturen: Gernot Ehrsam | Technik: Rebecca Dirler

Mit:
Skuld / Lokis Kinder / Balders Tod: Bärbel Aschenberg
Werdandi / Die Schätze der Götter / Freyjas Hochzeit: Johanna Malchow
Urd / Der Baumeister / Der Dichtermet: Kathleen Rappolt
Cello: Nikolaus Herdieckerhoff

Ein Anderer Sommer

Erzählungen, Theaterstücke und Musik, Mythen und Legenden, Bilder, Berichte, Fundsachen und Filme aus der Welt von gestern, heute und morgen

Eine Kooperation zwischen den Bad Hersfelder Festspielen, dem Theater ANU, der Stadt Bad Hersfeld und ihren Bürgern

In diesem Sommer ist alles anders. Bad Hersfeld wird zur Stadt der Geschichten. Schauspieler, Musiker, Sänger und Bildende Künstler spielen, erzählen, malen, musizieren an ganz besonderen Orten der Stadt: in der Stiftsruine, im Stiftspark, in der Stadtkirche, auf den Straßen und Plätzen, im Johann-Sebastian-Bach-Haus, im buchcafé, in den Museen im Stift und im Kurpark.
Weltliteratur und Reportagen, Groschenromane und Lyrik, Werke großer Komponisten – von Klassik bis Jazz – werden zu hören und zu sehen sein, Monologe, Dialoge, Szenen, Berichte, Ausstellungen, Installationen, Comedy und Tragödien, genauso wie ganz private Geschichten und historische Ereignisse aus der Stadt Bad Hersfeld.
„Ich freue mich“, sagt Festspielintendant Joern Hinkel, „dass viele Künstler, die eigentlich bei uns auf der großen Bühne stehen sollten, sich spontan dazu bereit erklärt haben, bei unserem ‚anderen Sommer‘ mitzuwirken. Es sind keine Bad Hersfelder Festspiele in diesem Jahr 2020. Die Festspielfanfare wird nicht erklingen. Die Festspielmitarbeiter haben sich mit vielen Kulturschaffenden der Stadt und der Region zusammengetan, gemeinsam krempeln wir die Ärmel hoch und werden sehen, wie wir das Beste aus der Situation machen können.“