Theater Anu
ParkinszenierungOpen Air Theater im ParkStraßenkunst

Lichtspuren – Eine poetische Parkbespielung

Eine begehbare Theaterinstallation

Ein verwunschener Zaubergarten hat für eine Nacht seine Pforten geöffnet: In Licht getauchte Bäume zeigen ihre Gesichter. Tanz, Theater und Installationen laden den Besucher zum Verweilen ein. Ein sinnliches Spiel, das von der Schönheit und ihrer Vergänglichkeit erzählt.

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Lichtspuren – eine poetische Parkbespielung

THEATER ANU IN ZUSAMMENARBEIT MIT ROST:LICHT

Eine Parklandschaft in Licht getaucht, ihre Wege von Kerzen gesäumt. Am Wegesrand Tanz, Theater und Installationen. Eine Parkinszenierung voller Poesie, die ohne Schwere von der Vergänglichkeit des Augenblicks, den Wandlungen des Lebens und der Schönheit des Lichts erzählt. Bis zu 8000 Menschen erleben in 3 Stunden ein Theater der Atmosphäre, werden selbst zu Traumwandlern ihrer fast vergessenen Kinderwelten. Die Inszenierung gewann den wichtigsten deutschen  Straßentheater Preis 2005 in Holzminden.

Der Zaubergarten

Ein verwunschener Zaubergarten hat für eine Nacht seine Pforten geöffnet: Bäume zeigen ihre zauberhaften Gesichter, alt und knorrig schauen sie auf die Besucher herab. Gleichzeitig erzählen Kinderstimmen, was sie sich wünschen, wenn sie groß sind. Wer ihnen zuhört wird sich auch an seine eigenen Kinderträume erinnern.

Die Inszenierung

Die Besucher strömen in den Park, flanieren zwischen in Licht getauchten Bäumen. Vieles ist zu entdecken: Zwei Diebe ziehen auf Stelzen mit einem großen Leiterwagen durch die Nacht, ihre Fracht ist der Mond. Ein schwarzer Mann mit Laterne lädt in ein Kerzenlabyrinth ein. Ein Lichtermobile aus zahlreichen Glaskugeln schwebt um einen Baum bis es – umgarnt von einer Tänzerin – anfängt, sich auf magische Weise zu bewegen. Mit Schirmen aus Tüll werden Besucher zu „Lichtfängern“, ihr Erstaunen ist groß, wenn sie mitten in der Nacht von unzählbaren Lichtpunkten umtanzt werden. Guckkästen und Kaleidoskope scheinen als Relikte vergangener Kindertage darauf zu warten, staunende Augen zum Leuchten zu bringen. Und eine Frau erwacht in einem Bett, mit ihr zwei Schatten, sie tanzen und reichen sich schließlich die Hände. Ist sie wirklich wach oder träumt sie?
Versteckt zwischen Bäumen hängt eine Wäscheleine, das Schattenreich eines alten Königs, der nicht schlafen kann.

Alle Figuren spielen ihre Geschichten im Loop oder mehrmals am Abend.

Hintergrundinformationen zur Theaterinstallation

Die Idee

Wir – die Künstler von Theater Anu wie auch unsere Besucher – begeben uns für eine Nacht auf Spurensuche nach den poetischen Seiten des Lichts. Das Spiel des Lichts auf Stämmen und Blättern wie von den Kerzen am Wegesrand bildet den atmosphärischen Raum unserer Inszenierung Lichtspuren, unterstützt durch die Ruhe und Schönheit, die eine Parklandschaft mit ihren großen Bäumen ausstrahlt. Haben wir als Kinder nicht alle gerne im Wald gespielt? Wie viele Märchen spielen in Wäldern und in wie vielen spielen Bäume eine zentrale Rolle? Für eine Nacht stehen Guckkästen und Kaleidoskope zwischen den Stämmen und der Park wird zu einem großen verwunschenen Garten der Kindheit. Es tauchen märchenhafte Gestalten auf, führen vor, verführen für ein paar Momente den Erwachsenen in sich zu vergessen. Allem scheint ein großer Zauber innezuwohnen, gleichwohl auch Vergänglichkeit – schnell zerfließen die Kaleidoskopbilder, endet die Spieluhr im Guckkasten und ihr Schlaflied verstummt. Die Bäume sind groß und alt geworden. Ihre Träume sind Stimmen aus längst vergangener Zeit. Gibt es keine Hoffnung, den Zauber der Kindheit über die Zeit zu retten?

Da ist noch die Schattengeschichte von dem alten König, der immer schlechter schlafen kann. Eines Morgens besucht ihn jenes Kind, das er selbst einmal gewesen ist. „So sieht der Palast einmal aus, wenn ich groß bin?“ fragt es erstaunt den alten König. Das Kind hatte gedacht, wenn es einmal groß ist, würde es Schaukeln in die Kronleuchter hängen. Nachdem es den alten König dazu bewegt hat mit ihm für einen Nachmittag durch den Palast zu tollen, stellt es die entscheidende Frage: „Sag mir, wenn ich einmal groß bin, werde ich dann eigentlich glücklich?“ Der König überlegt lange und antwortet schließlich: „Mein guter Freund, ab Morgen bestimmt.“

Theater Anu beschreitet mit der Inszenierung neue Wege für das Straßentheater. Obwohl tausende von Besucher die Inszenierung sehen können, sind sie dem Geschehen ganz nah und bestimmen selbst den Ablauf ihres Abends. Damit arbeitet Theater Anu als eine der ganz wenigen Compagnien des Genres Straßentheater im  Bereich der Theaterinstallation.

Die Spieler

Lichtermobile – Janna Schimka
Der Mond – Martin Kaschke und Harry Unger
Schattentraum – Neslihan Pisginogln
Vom König, der nicht schlafen konnte – Stefan Behr
Hüter des Lichts – Peter Kockel
Musiker – Christoph Becker, Stefan Emde, Ute Scriba

Technik – Ralf Abilgaard, Rolf Schmuck
Spielleitung – Stefan Behr
Ko-Spielleitung – Sybille Behr

Besucherstimmen

„Eine wunderbare Lichtinszenierung mit Gänsehautcharakter!!! Vielen Dank für die eindrucksvolle Darbietung.“
Sebastian Hartmann, Gethmannscher Garten, September 2008

„Ein Augenschmaus, Hörgesang, ein Erlebnis, das ein Zuhause in meinem Gedächtnis gefunden hat.“
Valentina Seidel, Memminger Meile, Mai 2006

„In Herten hat diese Inszenierung ca. 2000 Menschen in den Schlosspark gelockt und die BesucherInnen tatsächlich in ihren Bann gezogen. Es ist eine wirklich außergewöhnliche Open-Air-Produktion mit Licht, Installationen und kleinen Theaterszenen mit großem Charme und Poesie. Wir haben in den letzten 20 Jahren Open-Air viele Großproduktionen von JoBithume bis Theater Titanick in Herten präsentiert, ich persönlich habe aber noch nie solch überschäumende Rückmeldungen von den ZuschauerInnen bekommen.“
Bernd Uppena, Leiter des Kulturbüros der Stadt Herten, August 2005

Presse

2005 hat Lichtspuren den Internationalen Straßentheater Preis von Holzminden gewonnen.

Süddeutsche Zeitung

„Das Ensemble wird mit Applaus überschüttet und kann in der Gewissheit heimfahren, München eines der stimmungsvollsten Geburtstagsgeschenke hinterlassen zu haben.“ | 04.08.2008

Aachener Woche

„Nur die Augen seiner jüngsten Besucher leuchten schöner als der Stadtpark in dieser lauwarmen Sommernacht. Für ein paar Stunden hat sich der ehemalige Friedhof an der Monheimsallee in ein melancholisches Märchenland verwandelt. Mit seinen faszinierenden Kompositionen aus Farben, Licht und kleinen dramatischen Darbietungen hat das Theater Anu ein betörendes Feuerwerk der Phantasie entzündet.“ | 05.09.2005

Westfälische Zeitung

„Viele Geschichten von Licht und Schatten, Angst und Traum werden erzählt, begleitet von Musik, zauberhaft und zärtlich und von großer Schönheit“ | 19.08.2005

Plettenberger Stadtspiegel

„Es war ein Zauber aus bunten Lichtern und schwarzen Schatten, aus Illusion und Phantasie, der den nächtlichen Ort im Herzen Plettenbergs wie ein zweites Avalon in eine andere Dimension verschob. Hier wurden Erwachsene zu Kindern, die mit großen staunenden Augen diese andere, fremde und bizarre Welt erforschten.“ | 15.08.2005

Partner

rost:licht ist für Lichtspuren der Kooperationspartner von Theater Anu.

Technik

  • Ein Park mit altem Baumbestand und mindestens 4 kräftigen Bäumen, in die verschiedene Elemente gehängt werden dürfen (z. B. eine Schattenwand zwischen zwei Bäume, der Mond, das Lichtermobile…)
  • 8 Helfer, die Kerzentüten füllen und beim Aufstellen helfen
  • 8 Helfer, die den Spielabend betreuen
  • Ein Hubsteiger
  • Sand

Weitere technische Anforderungen, siehe Technikplan.