Wenn der letzte Barde verstummt
und alle Erzähler begraben.
Wenn die Schriften zu Staub geworden
und die Namen der römischen Herrscher vergessen sind,
wird man sich noch an Dich erinnern, Jüngling…
NewcastleGateshead Initiative i. A. von Hadrian`s Wall Heritage
Illumination des Weltkulturerbes Hadrianswall.
13. März 2010
Alle 500 Meter wurde ein Licht am Wall entzündet, den gesamten Wall von 113 km entlang, von Newcastle bis Wallsend.
Theater Anu sollte mit Engelland das „Opening“, den Beginn der Illumination in Newcastle auf einem alten Römerkastell inszenieren. Das Kastell beherbergt heute ein Museum mit modernem Aussichts-Tower.
Wir schrieben die fiktive Legende des Geflügelten Jungen/Winged Boy: Ein Engel erschien einst den nordischen Stämmen als diese noch durch den Hadrianswall vom Römischen Reich getrennt waren. Daraufhin kam ein Junge mit Flügeln zur Welt, der spielend den Wall überflog. The Winged Boy war Hoffnungsfigur all derer, die durch Mauern getrennt wurden. Inspiriert wurde die Figur durch eine riesige Stahlskulptur von Antony Gormley, die in Gateshead – Gateshead und Newcastle sind durch den Fluss Tyne getrennt – in den 90er Jahren errichtet wurde und den Namen Angel of the North trägt.
Stefan Behr verfasste The Legend of The Winged Boy als ein Poem. Steve Ellery, der künstlerische Leiter des Berliner Shakespeare Ensembles, dessen Familie in Newcastle verwurzelt ist, sprach dieses Poem vom Balkon des Towers, begleitet von Livemusik. Nach einer circa 20-minütigen Performance tauchte plötzlich der Winged Boy, begleitet von anderen Engeln, auf dem Dach des Towers auf, ein poetisches Bild für die Überwindung des Hadrianswalls. Auch ortsansässige Laiendarsteller des Britannia-Vereins (Historische Römer) wurden von uns mit eingebunden. Neben kleinen Spielszenen vor dem Kastell und auf den Dächern unterhalb der Aussichtsplattform des Towers, überbrachten sie am Ende das Feuer, das die Illumination startete.